Nach sehr langem Warten war endlich der Moment gekommen: Wir waren an der Reihe. Wir waren sehr nervös, da vor uns einige Arbeiten unerwartet ausgefallen waren. Dann die Erlösung und die Überraschung: Ein Hervorragend mit einem Sonderpreis! Wir waren sehr erfreut, dass wir die Möglichkeit erhalten hatten, an der S3 Summerschool teilzunehmen.
Unsere erste Begegnung fand direkt am Flughafen statt. Luka, einer der Organisatoren, hat nämlich jeden Teilnehmer vom Flughafen bis in die Schule gefahren. Wir waren sehr überrascht und erstaunt von diesem freundlichen Willkommenheissen.
Während man denken würde, dass das zentrale Ziel der Summerschool das Aneignen von Wissen ist, war dies nur indirekt unsere Mission. Wichtiger fanden wir das Kennenlernen und Befreunden von anderen interessierten und begabten Jungforschern.
Während der Summerschool hatten wir viele spannende und inspirierende Menschen getroffen. Natürlich gibt es Leonardo Pierobon, einer der Hauptorganisierer der Summerschool. Er, ein PhD in Materials Science, hatte seine wissenschaftliche Karriere an den Nagel gehängt, sodass er sich voll auf die Verbreitung von wissenschaftlichem Wissen konzentrieren kann. Jetzt ist er schon seit knapp 10 Jahren als Organisator der S3 Summerschool tätig und setzt sich für zugängliche Bildung für alle ein.
Natürlich war der Anfang eine Herausforderung für uns, da die Teilnehmer der Schule aus allen Teilen Europas kommen und daher verschiedene Kulturen und Werte gemischt werden. Wir fanden uns jedoch schnell zuhause unter den Teilnehmern. Definitiv half dabei ein Abendessen, bei welchem Spezialitäten aus allen Herkunftsländern verzehrt wurden.
Die Szenerie war neu für uns, das erste Mal in Zagreb. Die Summerschool war einige ÖV-Minuten vom Stadtzentrum entfernt und konnte in einer Architekturschule stattfinden. Die Distanz der Schule von unserem Dormitory betrug etwas über Hundert Meter und war so physisch von dem Arbeiten getrennt.. Dies schaffte eine gute Atmosphäre am Ende des “Schultages”.
Wir hatten die grossen Differenzen im Bildungsystem nicht erwartet. Viele, nein fast alle, der Teilnehmer aus anderen Ländern als der Schweiz waren in speziellen IB oder A-Level Programmen involviert, da es kein Parallel zur eidgenössischen Matura gibt. Dazu war auch die Situation nach der Highschool sehr anders. Während Schweizer Maturand*innen in vielen Fällen einen garantierten Platz in einer Hochschule oder einer Universität haben, muss man in anderen Ländern viel Zeit und Arbeit in das Schreiben von Bewerbungen stecken.
Leider hatten wir keine Möglichkeit, unsere Wettbewerbsarbeit vor einem Publikum zu präsentieren. Jedoch durften wir Präsentationen über die in der Summerschool besuchten Module halten. Wir fühlten uns sehr gut informiert über den Sonderpreis von Seiten SJf und S3, die Organisation sowie die Kommunikation über E-mail war sehr verständlich und direkt.
Mehr als eine Herausforderung war es für uns ein Erlebnis. Da wir nicht unser Projekt präsentieren mussten, war der Vorbereitungsaufwand sehr gering und der Mangel an Stress hat der Vorfreude Platz gelassen.
Unsere Gewinne aus diesem Erlebnis sind unbezahlbar. Nicht nur konnten wir unser Wissen in der Physik, Technik, Biologie, Chemie, im wissenschaftlichen Arbeiten, etc. ausweiten, auch konnten wir durch den Kontakt mit anderen Teilnehmern Freundschaften schliessen, welche sich jetzt auch nach dem Ende der Summerschool weiterführen. Zuletzt waren wir sehr froh, dass wir auch mit dem Leitungsteam konversieren konnten, sodass wir im nächsten Jahr wieder teilnehmen können; dieses Mal als Projektleiter. Wir hatten einen anderen Teilnehmer am Flughafen kennengelernt. Dieser Austausch war jedoch sehr kurz, da das Gespräch nur einige Augenblicke vor dem Boarding geschah.
Wir denken, dass das wichtigste Gespräch mit Petra, einer Organisatorin der Summerschool, war. In diesem Gespräch hatte sie uns die Idee des Project Leading ein erstes Mal vorgeschlagen. Im gleichen Gespräch mit Petra erzählten wir von unserer Wettbewerbsarbeit und gerieten in eine sehr interessante Konversation über AI-Acceleration bei Fluiddynamik-Simulationen. Auch hatten wir eine Möglichkeit, uns mit einer Studentin über PID-Controllers zu unterhalten. Beide Tipps werden uns sicher bei der Fortsetzung von unserem Wettbewerbsprojekt weiterhelfen.