Wie alles begann

Vor einem Jahr sass ich im Saal für die Preisverleihung des Nationalen Wettbewerbes und hörte zum ersten Mal von Regeneron ISEF. Als ich dann realisiert habe, dass ich zusammen mit Maurice und Rufus die Möglichkeit haben werde, die Schweiz beim weltweit grössten wissenschaftlichen Wettbewerb für Jungforschende zu vertreten, war ich erst einmal sprachlos. Im Verlauf des Jahres haben wir uns dann auf diesen Wettbewerb vorbereitet. Sei es das Erstellen eines Abstracts, das Gestalten eines Posters oder das Übersetzen der Arbeit ins Englische. Jeder einzelne Schritt hat uns der Reise näher gebracht.

Die Reise beginnt

Am 9. Mai war es dann soweit. Nachdem wir früh am Morgen unsere Koffer beim Check-in im Flughafen Zürich abgegeben hatten, waren wir bereit für unsere lange Reise in die USA oder besser gesagt nach Phoenix, Arizona. Die Anspannung stieg zum ersten Mal merklich an, als mein Koffer in Atlanta Verspätung hatte und das Boarding des Anschlussfluges immer näher rückte. Nachdem auch diese Hürde gemeistert war und wir sicher in Phoenix gelandet waren, konnten wir in unserem Hotel den Jetlag ausschlafen.



ISEF-Luft

Am nächsten Tag hatten wir uns dann offiziell registriert und nahmen unsere Badges entgegen, bevor wir zum ersten Mal die riesige Ausstellungshalle betraten, um unseren Stand einzurichten. Ich glaube in diesem Moment habe ich zum ersten Mal realisiert, welches Ausmass dieser Wettbewerb hat. Spätestens beim Pin-Exchange am Abend, als ich meine Sammlung mit Pins aus aller Welt in der Hand hielt, wurde mir die Vielfalt der verschiedenen Delegationen bewusst.

Wettbewerbsfieber

Nachdem wir in den ersten Tagen die Möglichkeit hatten, durch eine Auswahl von Paneldiskussionen verschiedene interessante Persönlichkeiten der Forschungswelt kennenzulernen oder uns mit den anderen Teilnehmern auszutauschen, wurde es am Mittwoch dann ernst. Der grosse Tag der Bewertung durch die Jury der Special Awards und Grand Awards war da. Im Verlauf des Tages hatten wir mehrere fünfzehnminütige Interviews mit den Jurymitgliedern unserer Kategorie. Obwohl beim ersten Interview noch eine gewisse Nervosität vorhanden war, legte sich diese immer mehr und es machte regelrecht Spass, sich mit Experten über das eigene Projekt auszutauschen, aufzuzeigen, was man geleistet hatte und vielleicht auch neue Sichtweisen zu gewinnen. Die grosse Überraschung gab es dann aber am Ende des Tages. Das ganze Foyer war mit Betreuern und Eltern gefüllt, die einen regelrechten Korridor gebildet haben, um uns beim Hinauslaufen zu bejubeln. Für mich hat es gezeigt, wie gross die Unterstützung ist, mit der junge Forschende auf ihrem Weg in die Welt der Wissenschaft begleitet werden.



Tag der Entscheidung

Bei der Special Awards Ceremony und der Grand Awards Ceremony wurde die Entscheidung der Jury bekannt gegeben. Maurice wurde dabei mit dem wohlverdienten dritten Platz in seiner Kategorie ausgezeichnet, was uns alle sehr gefreut hatte.

Abschied

Nach Abschluss der Ceremony neigte sich nun auch unsere gemeinsame Woche langsam dem Ende zu. Mit einer gewissen Wehmut verabschiedeten wir uns von unseren neu gewonnenen Bekanntschaften. Doch kehrten wir mit einem Koffer gefüllt mit schönen Erinnerungen und wertvollen Erfahrungen von diesem Abenteuer zurück – und mit grosser Dankbarkeit gegenüber Schweizer Jugend forscht und der Gebauer Stiftung, welche uns diese Erfahrung ermöglicht haben.