Vor mehr als einem Jahr sass ich in einem Hörsaal der ETH, schier überwältigt davon, was ich in den Tagen davor am Nationalen Finale des NW erlebt habe. In Gedanken versunken, beschäftigt schon wieder mit der bevorstehenden Matur und dem echten Leben hörte ich plötzlich meinen Namen. Von einem Moment auf den anderen waren meine Knie etwas wackelig. Aufgestanden und wieder hingestzt, musste ich ersteinmal Googlen: Was ist denn dieses ISEF überhaupt? Als ich aber einige Minuten später das erste Mal mit Laurin und Maurice gesprochen hatte, war klar, wir gehen zusammen an die International Science and Engineering Fair in Phoenix, Arizona.

Mehr als ein Jahr später, am 9. Mai hiess es dann, früh aufstehen und ab an den Flughafen, es geht los in die USA, nach 9 Stunden Zeitverschiebung, einem verlorenen Koffer, einem knappen Anschlussflug, einer Atlantiküberqueerung und spannenden Gesprächen im Flugzeug kamen wir schliesslich in Phoenix an.



Bei 40C ging es am nächsten Morgen ins Phoenix Convention Center. Dort angekommen wurde mir so langsam der Ausmass dieser kleinen Weltmeisterschaft bewusst: 2000 Teilnehmer, eine riesige Halle und ein vollgestopftes Programm. Es war schön zu sehen, dass die Veranstalter nicht nur grossen Wert auf den Wettbewerb legte, sondern auch darauf, dass wir als Teilnehmenden kennenlernen würden. Während dem Pin Exchange, dem Student Mixer oder auch beim gemeinsamen Taco Essen hatte ich die Chance mit spannenden Menschen aus aller Welt zu reden, verbunden durch das Mindset, dass Sie die Welt gerne verändern möchten.

Am vierten Tag wurde es dann aber plötlzlich ernst. 8 Judges. 15min. Je länger ich mit den Judges sprach, desto interessanter wurde es. Erstaunlicherweise wussten die meisten Judges am ISEF echt viel über die Projekte, denn die meisten kommen direkt aus der Industrie.



Als am nächsten Abend die Special Awards vergeben wurden, spürte ich zum ersten Mal, dass dieses Abenteuer wohl bald zu Ende gehen würde. Am nächsten Morgen folgten die Grand Awards und Maurice holte sich einen wohlverdienten Preis in seiner Kateogire. Umso schwerer fiel danach der Abschied: Plötzlich musste ich all den neuen Freunden aus Deutschland, Amerika, Brasilien und Australien Tschüss sagen.
Mit dem Ende des ISEFs neigt sich auch meine Reise mit Schweizer Jugend forscht und dem NW dem Ende zu. Was ich dank SJF und all den Menschen, die ich unterwegs kennengelernt habe, erleben durfte, war wohl das Spannendste in meinem bisherigen Leben. Merci <3