Offroad-Longboard der neuen Generation

 

Physik | Technik

 

Stephan Schiesser, 2000 | Schänis, SG

 

Schon lange spielt das sportliche Fortbewegungsmittel für Kurzstrecken eine wichtige Rolle im Alltag von Menschen verschiedener Altersstufen. Diese Arbeit hat sich das Ziel gesetzt, ein bei der Jugend sehr beliebtes Fortbewegungsmittel neu zu definieren. Im ersten Teil wird spezifisch darauf eingegangen, welche Möglichkeiten ein Longboard bieten kann. Im zweiten Teil werden zunächst die direkten Probleme analysiert und danach ihre Lösung beleuchtet. Weiter wird die Problematik des zu befahrenden Untergrundes behandelt, um das Fahrgestell an dessen Begebenheiten zu adaptieren. Abschliessend werden weitere Entwicklungsmöglichkeiten eruiert, um ein fortschrittliches Longboard zu kreieren.

Fragestellung

Wie wird die Entwicklung des Longboards auf ein neues Level gebracht, um eine neue Generation dafür zu begeistern?
Das Ziel der Arbeit ist es, den Entwicklungsstand des Longboards so zu verändern, dass das Befahren verschiedener Untergründe möglich wird. Von Beginn des Projektes an war deutlich, dass die Neuentwicklung anfangs nicht alle Bereiche abdecken wird, da fehlende Entwicklungszeit und Finanzen ein Problem darstellten. Demnach wurden die wichtigsten Punkte miteinbezogen, die herkömmliche Longboards nicht beherrschen können.

Methodik

Um das Ziel einhalten zu können, wurden diverse Verfahren angewendet. Die technischen Einzelteile entstanden im ersten Stadium mit Handskizzen, die immer weiter verfeinert wurden. Um ein Herstellungsverfahren einleiten zu können, wurden auf der Basis der Skizzen technische Pläne angefertigt.
Mithilfe des Computerprogrammes AutoCAD wurden die Pläne realisiert. Die dabei konstruierten Aluminiumteile wurden mit Lasertechnik und CNC-Maschinen bearbeitet und anschliessend konstruktiv zusammengebaut.

Ergebnisse

Mit rund über 800 Planungs- und Arbeitsstunden wurde der Entwicklungsstand des Longboards erfolgreich in eine neue Phase überführt. Nach abgeschlossenen Belastungstests sind diverse Fehlerquellen behoben und einige Optimierungen vorgenommen worden. Anhand der abgeschlossenen Versuche wurde festgestellt, dass das Ergebnis die Probleme eines gewöhnlichen Longboards eliminieren konnte.

Diskussion

Die Arbeit ist noch nicht vollumfänglich geglückt. Die Probanden haben aber viel Interesse und Begeisterung gezeigt, und so ist die Motivation da, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Dafür werden noch mehr Entwicklungszeit und finanzielle Aufwendungen benötigt.
Ergebnisse: Das Ziel der Arbeit, eines der meistverwendeten sportlichen Fortbewegungsmittel neu zu definieren, kann aber schon in vielen Bereichen als erreicht angesehen werden.

Schlussfolgerungen

Alle zu Beginn vorhergesehenen Probleme des Standard-Longboards konnten gelöst werden. Viele Punkte der momentanen Konstruktion werden in absehbarer Zeit überarbeitet, um das Board auf das qualitativ angestrebte Niveau zu setzen. Unter anderem wird eine starke Motorisierung eingebaut, um dem Board die benötigte Leistung zu geben. Dies wird dem Anwender viele Wege eröffnen, um bei der Fortbewegung neue Perspektiven zu erlangen.

 

 

Würdigung durch den Experten

Prof. Dr.-Ing. Albert Loichinger

Mit dieser Arbeit hat Herr Schiesser gezeigt, wie durch Begeisterung des Produktentwicklers an einem Thema zu einem fundierten und belastbaren Ergebnis führt. Seine Arbeit beschreibt die Entwicklung eines langen Skate-Boards mit selbst entwickelter Lenk- und Fahrwerkskonstruktion. Mit diesem Konzept ist bereits der Grundstein gelegt, um eine Motorisierung noch zu ergänzen. Neben Kreativität und mutiger Umsetzung hat Hr. Schiesser belegt er, dass das Produkt fundiert entwickelt ist. Erstes Feedback von möglichen Kunden zeigt durchgehende Zustimmung zu seiner innovativen Produktidee.

Prädikat:

sehr gut

 

 

 

Berufs- und Weiterbildungszentrum Buchs (bzb)
Lehrer: Matthias Kunz